Der Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein


Der Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein kann bei der Agentur für Arbeit unter Angabe der Kunden-Nummer persönlich, telefonisch oder schriftlich (Brief, Fax, E-Mail) beantragt werden.

 

Wann besteht ein Anspruch auf einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein AVGS?

 

Aufgrund einer Rechtsänderung, wurde der bisherige Vermittlungsgutschein ab 01.04.2012, durch den "Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein - AVGS", ersetzt. Alle Arbeitssuchenden können jetzt ab dem Zeitpunkt der Arbeitssuchendmeldung (z.B. sofort nach Erhalt der Kündigung), den Aktivierungs- und vermittlungsgutschein erhalten. Ein Leistungsbezug und eine Wartezeit sind dafür nicht mehr notwendig.

Ihr Fallmanager entscheidet über Ihren Antrag nach Ermessen.
Empfänger von Arbeitslosengeld I haben nach 6 Wochen Arbeitslosigkeit und Leistungsbezug sogar einen Rechtsanspruch auf den AVGS. 

Ein Anspruch auf Ausstellung eines Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheines besteht auch dann, wenn die Wartezeit von 6 Wochen bereits in den letzten drei Monaten vor einer Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung oder Weiterbildungsmaßnahme erfüllt war. Auf die Dauer der Maßnahme kommt es nicht an. Wird der Vermittlungsgutschein nicht unmittelbar nach der Maßnahme beantragt, setzt sich die Rahmenfrist von drei Monaten aus Zeiten nach und vor der Maßnahme zusammen. In diesem Fall besteht ein Anspruch auf den Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein, wenn die Zeiten der Arbeitslosigkeit in dieser gestückelten Rahmenfrist zusammen zwei Monate ergeben.

Teilnehmer an Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung nach § 16 Abs. 3 SGB II (sog. Ein-Euro-Jobs) werden im Hinblick u.a. auf die weitgehend identische arbeitsmarktliche Zielsetzung und Wirkungsweise wie Arbeitnehmer behandelt, die eine ABM-Beschäftigung ausüben oder zuletzt ausgeübt haben. Sie können daher während und unmittelbar nach der Teilnahme an der Arbeitsgelegenheit einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein ohne Wartezeit erhalten.

Der Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein wird grundsätzlich in Höhe von 2.000 Euro ausgestellt und enthält wie bisher die Umsatzsteuer. Langzeitarbeitslose und behinderte Menschen i.S.d. § 2 Abs. 1 SGB IX können einen um bis zu 500 Euro höher dotierten Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein erhalten.

 

Im Klartext:


Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) - Voraussetzungen für die Ausstellung

  • Einen Rechtsanspruch auf einen AVGS hat, wer
    1. Anspruch auf Arbeitslosengeld hat (dazu gehört auch ein ruhender Anspruch) und
    2. in einer Rahmenfrist von drei Monaten vor der Beantragung des AVGS mindestens 6 Wochen arbeitslos war und
    3. noch nicht vermittelt ist.
  • Einen Rechtsanspruch hat auch, wer eine Beschäftigung ausübt oder zuletzt ausgeübt hat, die von der Agentur für Arbeit
    • als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM) oder
    • als Strukturanpassungsmaßnahme (SAM) gefördert wird oder gefördert wurde.
  • Ein AVGS kann bei dem zuständigen Arbeitsamt/Jobcenter beantragt werden, von Personen ohne Leistungsbezug, ab 1. Tag der Arbeitslosigkeit und Arbeitssuchendmeldung. Ein Rechtsanspruch besteht nicht.
  • Alg II-Anspruchsberechtigten kann ein AVGS ausgestellt werden. Ein Rechtsanspruch besteht nicht.
  • Bei Ablehnung des AVGS durch den zuständigen Fallmanager, muss eine schriftliche Ablehnungsbegründung ausgestellt werden.

 

Quelle: Arbeitsagentur



Muster AVGS
AVGS Muster.pdf
PDF-Dokument [184.0 KB]

Hier finden Sie uns:

JOBeria

Markt 15/16

14913 Jüterbog


Telefon: +49 3372 466 1227

Telefax: +49 3372 466 1226

Mobil:    +49 176 842 23 865

E-Mail: info@joberia.de